Gedenken. Bilden. Forschen.
Die Gedenkstätte Hadamar erinnert an die Verfolgten der nationalsozialistischen „Euthanasie“. Fast 15.000 Menschen wurden von 1941 bis 1945 in der damaligen Tötungsanstalt Hadamar ermordet. Hierzu gehörten psychisch Erkrankte und Menschen mit Behinderung, es waren Alte und Junge, Männer, Frauen und Kinder. Diese Menschen stammten aus weiten Teilen Deutschlands sowie aus vielen Ländern Europas, und auch aus dem Kreis Groß-Gerau.
Einem Rundgang durch die Gedenkstätte folgt eine Workshop-Phase, in der sich die Teilnehmenden mit den Biografien von und Recherchen zu Verfolgten der NS-„Euthanasie“ austauschen können.
Treffpunkt ist um 14 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Rathaus 1 und 2 in Bischofsheim, Schulstraße 13-15. Bei Interesse können Plätze in Bussen vergeben werden, für die ggf. ein Unkostenbeitrag erhoben wird. Die Teilnahme an der Exkursion ist kostenfrei - vorbehaltlich einer Förderung durch die Landeszentrale Politische Bildung. Eigene Anreise ist möglich. Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 09.10.2026. Weitere Informationen folgen.
Die Werkstatt-Gespräche zur Gedenk-Kultur finden in Zusammenarbeit mit der KVHS Groß-Gerau, Arbeit und Leben und dem Netzwerk der Stolperstein-Initiativen statt. In dieser Reihe Werkstatt-Gespräche zur Gedenk-Kultur geht es um um ein Gedenken, um ein permanentes Engagement gegen das Vergessen.
Es geht um jüdische Bürgerinnen und Bürger, die jahrhundertelang in der Rhein-Main-Region lebten und in der Zeit der nationalsozialistischenGewaltherrschaft verfolgt, zur Flucht getrieben und ermordet wurden. Es geht um andere Opfergruppen wie beispielsweise politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte, Opfer von Zwangsarbeit sowie Euthanasie; auch die sollen nicht in Vergessenheit geraten.
Und es geht zudem um das davor und danach, um ein Gedenken an die Geschichte der Kolonialzeit und um die Versäumnisse in der Nachkriegszeit. Aber was ist, wenn alle Stolpersteine verlegt sind, alle Gedenksteine stehen und alle Gedenktafeln angebracht sind? Was machen die Initiativen, um Erinnerung und Gedenken wach zu halten? Was sind Ihre Erkenntnisse aus der zumeist ehrenamtlichen Aufarbeitung von Geschichte vor Ort?